Förderung

Durch ihren breiten Stiftungszweck sind Bürgerstiftungen in der Lage zum einen schnell und unbürokratisch auf sich ändernde gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Zum anderen gibt er ihnen den notwendigen Spielraum, um auch in Zukunft gesellschaftliche Herausforderungen zu bearbeiten. Wenn heute bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Fördertätigkeit und Projekte einer Bürgerstiftung stehen, können die kommenden Generationen mit ihr ganz andere gesellschaftliche Probleme angehen.

Um ihre Stiftungszwecke zu erfüllen, werden Bürgerstiftungen operativ tätig und setzen eigene Projekte um oder/und fördern die Arbeit anderer gemeinnütziger Organisationen. Weiterhin geben sich Bürgerstiftungen eigene Förderkriterien und -richtlinien oder nehmen Bürgerstiftungen eine Fokussierung vor, in dem sie auf ein Schwerpunktthema für ein oder zwei Jahre setzen, verstärkt in diesem Bereich fördern und ihre Projekte darauf konzentrieren.

Mit der Ausrichtung der Förderung sind weitere Frage eng verbunden, die sich Vorstand und Stiftungsrat stellen sollten: Was ist für die Förderung der Lebensqualität vor Ort wichtig? Welche Handlungsfelder haben in einer Gemeinde, Stadt oder Region Priorität? Wie kann sie sich wirkungsvoll einbringen und zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen einen nachhaltigen Beitrag leisten? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, bringen Bürgerstiftungen Akteure entlang spezifischer Themen und treten in den Dialog mit den Menschen vor Ort, um gesellschaftliche Probleme und Ideen für deren Lösung zu identifizieren.

Aus den Bürgerstiftungen

Bürgerstiftung Halle: Starthilfen für Projektideen „Gute Vorsätze“

„Schluss mit ‚man müsste mal‘ – diesmal wird der gute Vorsatz in die Tat umgesetzt und die Bürgerstiftung Halle hilft dabei“. Mit diesen Worten schreibt die Bürgerstiftung Halle in den ersten Januartagen ihre „Guten Vorsätze“ aus, mit denen sie Starthilfen für Projektideen vergibt, die das Zusammenleben in der Straße, im Viertel oder in der Stadt ein Stückchen schöner machen. Kleinere lokale Organisationen, Initiativen und Privatpersonen können sich über ein einfaches Verfahren bei der Bürgerstiftung um eine Förderung bewerben. Folgende Bedingungen müssen die Projektideen erfüllen: Beteiligung von Ehrenamtlichen, Bezug zu Halle und/oder Umgebung, konkrete Aktivität mit sichtbaren Ergebnissen im Ausschreibungsjahr und ein Finanzierungsplan. Der Bewerbungszeitraum beträgt i. d. R. fünf Wochen. Förderfähig sind Sachmittel und Honorarkosten. Die maximale Fördersumme pro Vorsatz beträgt 500 Euro. Über die Auswahl der Projektideen entscheidet eine Jury. Weil die „Guten Vorsätze“ im Laufe eines Jahres realisiert werden, schaffen sie immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit für die Projekte und die Bürgerstiftung.

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